Risikokommunikation: Identifizieren – Übersetzen – Verstehen

Welche Faktoren beeinflussen das Risiko, an einer Krankheit wie Alzheimer zu erkranken? Der medizinischen Forschung gelingt es immer besser, diese zu bestimmen. Doch nicht immer ist es einfach, die Risiken für den Patienten verständlich zu übersetzen. In Simulationen lassen sich Risiken gefahrlos «erleben» und dadurch besser verstehen.

Dickdarm-Risiko (Abbildung)

Mit speziellen Piktogrammen lassen sich medizinische Risiken anschaulich übersetzen.

Fahrsimulator

Wie riskant ist es, unter Alkoholeinfluss zu ein Auto zu fahren? Im Fahrsimulator kann man dieses Risiko realitätsnah erleben.

Wie lässt sich ein Risiko medizinisch «identifizieren»? Was sind Risikofaktoren und was sagen sie genau aus? Unterstützt durch die Stiftung Synapsis Alzheimerforschung Schweiz präsentiert das Kompetenzzentrum Medizin – Ethik – Recht Helvetiae (MERH) die aktuelle Forschung zu Risikofaktoren bei der Alzheimer‘schen Erkrankung. Dabei werden sowohl die medizinischen Faktoren der Risikobestimmung und Früherkennung dargelegt, als auch die rechtlichen Aspekte neuer Erkenntnismöglichkeiten (Personalisierte Medizin, Genomanalyse, etc.) beleuchtet.

Wie lassen sich identifizierte Risiken «übersetzen», so dass der Patient sie versteht? Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist zuweilen aufgrund verschiedener Aspekte, wie zum Beispiel kulturelle Differenzen erschwert. Insbesondere Risiken und deren Wahrscheinlichkeiten sind häufig schwer zu vermitteln. Das MERH zeigt Beispiele aktueller Forschung zur Verbesserung dieser Problematik.

Eine Möglichkeit, Risiken zu «verstehen», liegt darin, sie in einer Simulation möglichst realitätsnah und dennoch gefahrlos zu erfahren. In einem Trunkenheitsfahrsimulators können die Besucherinnen und Besucher Reaktions- und Bremstests unter dem simulierten Einfluss von Alkohol zu erleben. Das «Erfahren» des tatsächlichen Einflusses auf die eigene Fahrfähigkeit gestattet es, diesen Risikofaktor zu «verstehen».

Beteiligte

Prof. Dr. Brigitte Tag
Prof. Dr. Dr. Gerhard Rogler
Dr. Julian Mausbach